Berichte

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Höhenwanderung im Prättigau 

Traumhafte Winterlandschaften, mächtige Berggipfel und schmucke Walserdörfer

Die bekannteste Winterwanderung im ganzen Prättigau verbindet die beiden Walserdörfer St. Antönien und Pany miteinander.

Das Prättigau liegt im Kanton Graubünden und ist das Tal des Flusses Landquart. Durch die attraktive Landschaft führen zahlreiche Wander- und Bikerouten mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Bekannt ist vor allem der Rätikon mit seinen einladenden Gipfeln für Höhenwanderer, Bergsteiger und Kletterer.


Die Wanderung begann in der kleinen Walsersiedlung St. Antönien, das auf 1450 Meter inmitten einer einzigartigen Bergwelt liegt. Im Winter ist es auch ein beliebter Ausgangspunkt für Ski- und Schneeschuhtouren. Bereits auf den ersten Metern gewann man rasch an Höhe, wie ein Blick zurück auf das Dorf eindrücklich zeigte. Nach einem Aufstieg durch den lichten Wald durchschritt man eine romantische Waldlichtung und im Hintergrund erschienen die ersten Berggipfel. Den Wald hinter sich lassend, wurde bald die Hochebene unterhalb der Valpuner Alp erreicht. Von hier gab es eine Aussicht von der Schesaplana bis zu den Bergen von Österreich. Unterhalb vom Chrüz, einer der Schiefervorberge südlich des Rätikon-Hauptkamms, verpflegte man sich aus dem Rucksack auf drei Sitzbänken. Nebenan bekam eine Gruppe von Schneeschuhläufern Anweisungen von ihrem Leiter und Skitourenfahrer bestiegen den leicht begehbaren Gipfel. Er formt eine gleichmässige Pyramide über den Bergdörfern Pany, Stels und St. Antönien und wird deshalb auch als Rigi des Prättigaus bezeichnet.


Nun wanderte man auf der sonnigen Hochebene am Fusse des Chrüz entlang. Im leichten Auf und Ab ging es erneut durch lichten Wald und das Gelände wurde zunehmend offener und flacher. Der gewalzte Weg führte ab hier zunächst eben, dann leicht abwärts bis hinunter nach Pany, wo es mit dem Postauto und der Bahn wieder nach Hause ging.


Dölf Gabriel, Wanderleiter

Im Tösstal den Bächen entlang

Ämtler Wanderer im Sagenraintobel

Die erholsame Wanderung führte am Schmittenbach entlang und via Ger auf die Scheidegg und dann über Josenberg zurück nach Wald.

In der südöstlichsten Ecke des Kantons Zürich, wo das Tösstal-Gebiet langsam zum Zürichsee abfällt, befindet sich das Sagenraintobel. Der langgezogene Einschnitt zieht sich bei den letzten Häusern von Wald in nordöstlicher Richtung und wird vom Schmittenbach durchflossen. Das bewaldete Tälchen ist etwa drei Kilometer lang. 
Etwa in der Mitte des Tobels lag etwas erhöht auf der Südseite, der Wäbereggweiher, ein verträumtes Seelein und leicht erreichbar über einen Seitenweg. Zweieinhalb Stunden nach dem Start in Wald erreichte man auf einer Schulter die Scheidegg auf rund 1200 Metern. Hier oben gab es im höchst gelegenen Restaurant des Kantons ein feines Mittagessen auf der Gartenterrasse und dazu eine wunderbare Aussicht in die Alpen und auf den Zürichsee. Nachher konnte man zahlreiche Gleitschirmflieger bei ihren Flugkünsten beobachten. Zurück nach Wald ging es über den Josenberg und nochmals durch den unteren Teil des Sagenraintobels. 
Im heute verträumten Tobel war aber nicht alles Natur. Immer wieder gab es alte Anlagen zu sehen, die früher die Kraft des Wassers nutzten, anfänglich über direkte mechanische Energie und später über die Produktion von Elektrizität. Denn vor etwa hundert Jahren standen in Wald 16

Textilfabriken wie Spinnereien und Webereien. Erst 1988 wurden die letzten Betriebe geschlossen.


Dölf Gabriel, Wanderleiter

Ämtler wanderten zur Kartause Ittingen

Naturschutzgebiet, Seenlandschaft und Rebberge

Die leichte Wanderung führte im Thurgau von Nussbaumen durch das Naturschutzgebiet mit drei malerischen Seen zur Kartause Ittingen und weiter bis nach Frauenfeld.

Mit der Bahn und dem Postauto ging es über Winterthur und Stammheim nach Nussbaumen. Nach einer Kaffeepause im Restaurant Freihof führte die abwechslungsreiche Wanderung auf Feldwegen mitten durch Wälder, Wiesen und Felder ins Naturschutzgebiet mit drei malerischen Seen, dem Nussbaumersee, Hüttwilersee und Hasesee. Im Moos wurde die Gruppe beim ehemaligen Elternhaus von meiner Frau mit einem selbst gemachten Glühmost überrascht. 


Dann führte der Weg weiter Richtung Uerschhausen nach Trüttlikon und nach einer leichten Steigung auf eine Krete, mit einer wunderbaren Sicht auf das Seebachtal und das Thurtal. Nun führte der Weg hinab zum Rebberg und am oberen Rand des Rebberges entlang bis Uesslingen-Iselisberg und durch den Wald zur Kartause Ittingen. Dank einer guten Zusammenarbeit von Staat, Wirtschaft und Bevölkerung ist die ehemalige Klosteranlage heute ein lebendiges Kultur- und Tagungszentrum. Im Restaurant Mühle konnte man sich verwöhnen lassen und nach dem Mittagessen gab es einen Rundgang durch die traumhaften Gartenanlagen.


Von Warth aus führte der Weg in einer Stunde über die Thur und entlang des Flüsschens Murg durch den gleichnamigen Auenpark in die Kantonshauptstadt Frauenfeld. Auf diesem Abschnitt sind die Anliegen der Erholungssuchenden, der Biodiversität und des Hochwasserschutzes vorbildlich vereint, was der Schweizer Heimatschutz mit dem Schulthess Gartenpreis 2017 auszeichnete. 


Dölf Gabriel, Wanderleiter

Eine kultivierte Beerenanlage mit Heidelbeersträuchern auf dem Erlenhof

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