Berichte

Erfahren Sie mehr über unsere Wanderungen im Rückblick

Moore, Berge, Wälder und Seen 

Über sanfte Hügelrücken von Meierskappel nach Meggen

Die Wanderung führte von Meierskappel via Michaelskreuz und Udligenswil      bis Meggen am Vierwaldstättersee, mit schönen Ausblicken in die Berge und einer Schifffahrt nach Luzern.

Im Luzernischen startete man die Wanderung beim Dorplatz in Meierskappel. Am Anfang waren 300 Höhenmeter zu überwinden. In einer Stunde erreichte man das Michaelskreuz, wo es im Restaurant eine Kaffeepause gab. Nun folgte ein aussichtsreicher Abstieg bis Udligenswil, querte das Dorf und wanderte durch den Wald via Weiherried und Hasenried bis zum Naturschutzgebiet Wagemoos. Am Rande des schilfbestandenen Sees gab es die Mittagspause an der Sonne und das Picknick aus dem Rucksack.

 

Der sanfte Hügelrücken zwischen Meggen und Küssnacht ist von zahlreichen Längs- und Quertälchen durchzogen. Auf dem undurchlässigen Untergrund staut sich das Wasser und bildet an zahlreichen Orten kleine Moore oder Seelein. Die Moore beherbergen eine grosse Artenvielfalt an Pflanzen und zahlreichen Amphibienarten. Dann ging es durch den Meggerwald via Bächtelemoos, Schwerzried, Scheidegg, vorbei an einer grossen Schrebergartensiedlung und dem Aussichtspunkt Hochrüti, nach Meggen am Vierwaldstättersee. Ein weiterer Höhepunkt des Tages war die Schifffahrt zur historischen Stadt Luzern, bevor es mit der Bahn wieder zurück ins Knonauer Amt ging.


Dölf Gabriel, Wanderleiter

Höhenwanderungen im Oberengadin

Via Engiadina – von Maloja nach Zernez

Traumhafte Aussichten auf die Oberengadiner Seenlandschaft, malerische Engadiner Dörfer und duftende Arven- und Lärchenwälder, kristallklare Bäche und saftige Alpwiesen.

Auf allen fünf Etappen dieser Höhenwanderungen gab es immer wieder atemberaubende Aussichten über die einzigartige Oberengadiner Seenlandschaft und auf die leuchtenden Gletscher der Bernina-Gruppe. Man wanderte auf der sonnigen Talseite immer am jungen Inn entlang, durch historische Dörfer und hübsche Weiler, durch duftende Arven- und Lärchenwälder, über plätschernde kristallklare Bäche und blumenreiche saftige Alpwiesen. Die Anfangs- und Endpunkte waren mit dem öffentlichen Verkehr gut erreichbar und können auch einzeln begangen werden. Am Abend gab es inmitten der Bündner Bergwelt regionale Spezialitäten zu geniessen. Anschliessend bestand die Möglichkeit Spiele zu machen oder die nähere Umgebung zu erkunden.


Wunderbare Oberengadiner Seenlandschaft

Den Anfang der beliebten Via Engadina bildete das Feriendorf Maloja am gleichnamigen Alpenpass, an der Grenze zum urtümlichen Bergell. Wenn sich beim Aufstieg vorbei am Weiler Pila und der Siedlung Blaunca der atemberaubende Blick über die Engadiner Seenlandschaft öffnete, konnte man sich von dieser Schönheit überwältigen lassen. Auf den stetig ansteigenden Pfaden gab es immer wieder eine Pause, um die Aussicht so richtig zu geniessen. Idyllisch führte der Weg weiter, wenn man oberhalb von Plaun da Lej das hübsche Heididorf Grevaselvas erreichte, der berühmte Drehort des Heidifilms im Jahre 1978. Auf und ab und zuweilen im Zick Zack ging es nun Richtung Sils. Am gegenüberliegenden Hang sah man den Taleinschnitt des malerischen Val Fex, ein herrlich verträumtes Wanderparadies. Nun war noch eine letzte ansteigende Wegstrecke zu bewältigen und das erste Etappenziel war erreicht: Silvaplana am wunderschönen Silvaplanasee, über dessen Wellen sich Dutzende von Kitesurfern tummelten, die von weitem mit ihren bunten Segeln einem Schwarm von Schmetterlingen ähnelten.
Auf der zweiten Etappe teilte man die Gruppe. Die Einen gingen am See entlang bis St. Moritz und mit der Signalbahn zur Mittelstation. Die Anderen wie vorgesehen von Silvaplana den Wald hinauf und ein Stück der Julierpassstrasse entlang und weiter über duftende Weiden in Richtung St. Moritz. Schon bald erblickte man diese berühmte Alpenmetropole mit ihren majestätischen Hotelbauten, die sich ans linke Ufer des St. Moritzersees schmiegten. Über einen sprudelnden Bergbach kam man auf das bekannte Gebiet der Corviglia, dem Hausberg von St. Moritz. Nun führte der Weg vorbei am grossen Bergrestaurant El Paradiso sowie an der Bergstation der Sesselbahn Chasellas und stieg dann hinauf zur Bergstation Corviglia, die auf über 2400 Meter lag. Hier oben kamen beide Gruppen wieder zusammen. Dann war noch ein letzter kurzer steiler Anstieg zu bewältigen, bis man den tiefblauen Naturspeichersee Lej Alv erreichte. Nun wanderte man hoch über Celerina auf bequemen Pfaden nach Marguns, wo es mit der Gondelbahn hinunter ins Dorf ging.


Traumhaftes Panorama und malerische Engadiner Dörfer


Am dritten Tag führte die Gondelbahn gemütlich von Celerina hinauf nach Marguns, wo diese Etappe startete, die zuerst auf dem aussichtsreichen Höhenweg Munt da la Bês-cha entlang des Piz Padella führte. Was für ein grossartiges Panorama auf die Oberengadiner Landschaft! Hier oben gab es eine längere Pause, um sich an diesem herrlichen Alpenbild sattzusehen. Bald erreichte man die Alp Muntatsch, wo es nochmals einen Rast gab, um die leckeren Snacks, die frische Milch und den hausgemachten Kuchen zu probieren. Die neue Energie konnte man gut gebrauchen auf dem Weg über weite Kehren hinunter nach Samedan. Am oberen Dorfrand von Samedan zweigte der Via Engiadina beim Schiessstand Muntarütsch zum verträumten Dörflein Bever ab.


Die vierte Etappe führte durch das Dorf Bever mit seinen historischen Bauten. Dann schmiegte sich der Weg an der Flanke der Crasta Mora entlang, vorbei an zahlreichen knorrigen Legföhren bis zur Albulapassstrasse. Dort folgte man dem schmalen Höhenweg, auf dem es einige Male recht breite Rinnsale zu überqueren gab, die über den Pfad hinweg ins Tal plätscherten. Entlang einer abwechslungsreichen Alpenlandschaft – über Steinstufen, blühende Alpweiden und duftende Wälder – gelangte man zu einer Hochebene mit herrlichem Aussichtspunkt auf den urtümlichen Weiler Madulain. Bald kreuzte man oberhalb einer Schlucht ein rauschendes Tobel, bevor sich der Weg gemächlich nach Zuoz hinunter windete, das für seine kleinen Gassen mit verzierten Häuserfassaden bekannt ist.


Am nächsten Tag kürzte man die Route etwas ab und fuhr mit dem Postauto nach Chappella. Dort ging es durch den idyllischen Arven- und Lärchenwald bis ins Val Punt Ota, wo man den Bach Punt Ota überquerte – die Grenze zwischen Ober- und Unterengadin. Der Weg verlief nun entlang von satten Bergwiesen an Brail vorbei und via Prazet immer weiter talwärts bis Zernez. Die wunderbaren Ausblicke reichten auf das ganze Oberengadin und den Schweizerischen Nationalpark, der sich über die Berge auf der gegenüberliegenden Talseite erstreckte. In einem Gartenrestaurant feierte man das gute Gelingen der Via Engiadina, bevor es mit der Rhätischen Bahn durch den etwa 20 km langen Vereina-Tunnel ging und in Landquart mit der SBB wieder zurück ins Knonauer Amt.


Dölf Gabriel, Wanderleiter

Rundwanderung in den Freibergen

Malerische Weiher und traumhafte Moorlandschaften

Die Wanderung führte im Kanton Jura durch eine parkähnliche Landschaft zu den zwei bekannten Moorseen von Saignelégier, Etang des Royes und Etang de la Gruère.

Saignelégier liegt nordöstlich von La Chaux de Fonds auf einer leicht gewellten Hochebene in den nördlichen Freibergen, am Rand des tief eingeschnittenen Tales des Doubs. Nach Südosten wandert man über ausgedehnte Juraweiden, mit einzelnen oder in Gruppen stehenden grossen Fichten sowie durch
Wald- und Moorgebiete und vorbei an typischen weiss getünchten Bauernhöfen und Weilern. In den Senken befinden sich die malerischen Weiher Etang des Royes und Etang de la Gruère. Über der ganzen Landschaft liegt eine Weite und Ruhe, die an Skandinavien erinnert.


Die beliebte Wanderung war mit dem Namen La Randoline ausgeschildert und begann in Saignelégier – die Heimat der Freiberger Pferde. Der Weg führte immer mehr in die typische Juralandschaft ein, mit Moos überwachsene Trockensteinmauern, weicher Boden mit weissem Jurakalk, Fichtenwald und offene Weideflächen mit einzelnen Tannen. Vieh- und Forstwirtschaft
finden hier auf der gleichen Fläche statt. Gemütliche Feuerstellen und lauschige Plätzchen, der flache Verlauf und die Möglichkeit für eine Abkürzung mit dem Postauto, machen die Strecke zur idealen Familienwanderung. Bald erreichte man den naturnahen Weiher Etang de Royes. Dann ging es via
Sous la Neuvevie, Les Cerlatez und La Theurre bis zum Etang de la Gruère, wo es am Schatten des kühlenden Waldes ein Picknick aus dem Rucksack gab. Am Ufer konnte man einige Tiere beobachten, Enten und Blesshühner, Fische im braunen Moorwasser und Wasserläufer zwischen den Pflanzen.
Nach der Pause ging es zum Teil über Holzstege und kleine Brücken rund um den malerischen Weiher und durch Weiden wieder zurück nach Saignelégier und mit der Bahn ins Knonauer Amt.


Dölf Gabriel, Wanderleiter

Von Kradolf nach Romanshorn

Von der Sitter bis an den Bodensee

Die Wanderung führte vorbei an naturbelassen Weihern und Waldreservaten sowie zahlreichen Hochstamm-Obstgärten und Niederstammanlagen von Kradolf nach Romanshorn.

Ruhige Plätzchen in der Natur und mit einer ursprünglichen Tier- und Pflanzenwelt sind im dicht besiedelten Mittelland selten. Aber es gibt sie beinahe überall – auch auf dieser Wanderung von der Sitter über den sanften Seerücken bis an den Bodensee. Nach etwa einer Stunde erreichte man den Biesshofer Weiher. Mit seinen 300 Metern Länge entsprach er natürlich nicht den Dimensionen einer kanadischen Wildnis; aber in der Schweiz muss man schützen, was es noch gibt. Der naturbelassene Biesshofer Weiher ist ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung. Um die Qualität des Lebensraumes zu erhalten und zu verbessern, wurden vor einigen Jahren am westlichen Ufer das dichte Ufergehölz ausgelichtet und neue Tümpel angelegt. Bei einem weiteren hübschen kleinen Weiher kurz vor Amriswil gab es das Picknick aus dem Rucksack.


Auf ein anderes natürliches Kleinod traf man im Wald zwischen Amriswil und Romanshorn. Am westlichen Ende wanderte man durch das Waldreservat Chappenhuserhau. Das 27 Hektaren grosse Gebiet wurde vor allem zum Schutz der alten Stileichen eingerichtet. Und auch Jungeichen wurden gezielt gefördert. Davon profitierte etwa der Mittelspecht. Der schwarz-weiss-rote Specht, der dem Buntspecht ähnelt, ist von solchen Alteichen-Wäldern abhängig. Landesweit gibt es nur noch etwa 2000 Paare.


Die Wanderung war mit 4 ¾ Stunden doch recht lang. Die leichten Anstiege konzentrierten sich auf die erste Hälfte. Besonders schön war es im Hafen von Romanshorn anzukommen und in einem Café am See einen kühlen Most oder einen Cappuccino und den Blick über das weite Wasser zu geniessen.


Dölf Gabriel, Wanderleiter

Kirschgärten am Rossberg

Blütenreicher Aufstieg zum Wildspitz

Die Wanderung führte von Steinen via Wildspitz nach Sattel-Ägeri, mit einer traumhaften Aussicht auf den Schwyzer Talkessel mit Lauerzersee und die Berge und Alpen der Zentralschweiz.

Zwischen Steinen und Lauerzersee gab es früher ein Meer von Obstbäumen. Doch Siedlungsbau und Viehwirtschaft haben die Bäume zum Verschwinden gebracht. So sind es heute nur noch einige Inseln, die im April weiss leuchten.


Mit einem Aufstieg von 1140 Meter und einer Dauer von fünf Stunden war die Wanderung am Rossberg eher anspruchsvoll. Schon am Bahnhof Steinen konnte man auf der Ebene Kirsch- und Apfelbäume in voller Blüte bewundern. Bald ging es rechts in den Wald hinein und bergauf zur Sprachheilschule Steinen. Hier nahm man den zweiten Weg rechts und auf den nächsten Metern ging
es nochmals rechts. Dann verliess man den Wald und wanderte zwischen blühenden Obstbäumen hindurch. Nach einem kurzen Strassenstück ging es auf einem Naturweg weiter aufwärts und bald unterquerte man eine Eisenbahnbrücke. Dann erreichte man entlang von Wiesen und Wäldern die
wunderschön gelegene Obhegkappelle. Mit einem letzten Anstieg stand man nach etwa drei Stunden Wanderzeit auf dem frei stehenden Gipfel des Wildspitz auf 1571 Meter und höchster Punkt vom Kanton Zug. Hier oben gab es eine prächtige Rundsicht auf den Schwyzer Talkessel mit Lauerzersee, das Ägerital, den Ägerisee und Zugersee, das Reusstal und Seetal, den Baldeggersee und Zürichsee sowie auf die umliegenden Berge und Alpen der Zentralschweiz.

 

Nach dem Picknick aus dem Rucksack und einer Pause im Berggasthaus führte der Abstieg auf einem aussichtsreichen Gratweg den markanten Mythen entgegen. Eine sehr schöne Grillstelle gab es bei der Langmatt und etwas weiter unten kehrte man in der Alpwirtschaft Halsegg ein. Dann ging ein Bergpfad etwas steil hinunter und man erreichte via Alp Schuelersstock und Riedmatt den Bahnhof von Sattel-Ägeri.

 

Dölf Gabriel, Wanderleiter

Solothurner und Aargauer Auenlandschaft

Viel Raum und Ruhe an der Aare

Die Flusswanderung führte auf naturnahen Uferwegen entlang der Aare von Olten durch die Solothurner und Aargauer Auenlandschaft.

Der wasserreichste Fluss der Schweiz ist zu jeder Jahreszeit ein lohnendes Wanderziel und bietet einige Überraschungen: Zwischen Olten und Aarau säumen ihn naturnahe Uferwege fast durchwegs auf beiden Seiten. Kombiniert man links- und rechtsufrige Abschnitte führt die Route durch viel intakte Natur.
Vom Bahnhof in Olten startete man bei herrlichem Sonnenschein auf der rechten Seite der Aare und erreichte nach etwa 40 Minuten das Winznauer Stauwehr, das den Fluss in zwei Teile trennt. Das Land dazwischen dient der Bevölkerung als Erholungsraum und für die Landwirtschaft als fruchtbare Anbaufläche. Nun wechselte man auf die andere Seite und wanderte einmal rechts und links des Flusses durch die Auenlandschaft. Auf dem Abschnitt des Solothurner Waldwanderweges vermittelten Informationstafeln interessante Einblicke in Zusammenhänge zwischen Waldnutzung, Naturschutz, Kraftwerksbetrieb und Hochwasserschutz. Beim Atomkraftwerk Gösgen erschien der kleine Weiler Mülidorf wie ein modernes Freilichtmuseum der Energiegewinnung. Auf engstem Raum wurden und werden Wasser-, Sonnen- und Atomenergie für den Menschen nutzbar gemacht.


Besonders reizvoll war auch der schön gestaltete Bally-Park in Schönenwerd, der geometrisch und geordnete Weg- und Gehölzanlagen mit Elementen des englischen Landschaftsgartens vereint. Mehrere Weiher, ein Pavillon aus Holz und eine nachgebaute Miniatur-Pfahlbauersiedlung luden die Wandergruppe zum Verweilen ein. In Aarau angekommen ging es mit der Bahn wieder zurück ins Knonauer Amt.


Dölf Gabriel, Wanderleiter

Im Toggenburg – Oberdorf-Gamperfin-Weg

Märchenhafte Wälder, unberührte Alpweiden und markante Berge

Der mittelschwere Rundweg führte im Toggenburg durch verschneite Wälder und unberührte Alpweiden, mit traumhaften Ausblicken zum Säntis und das Alviermassiv.

Von Wildhaus fuhr die Sesselbahn bequem ins Oberdorf, wo es im Berggasthaus eine Pause gab. Der Weg war gut markiert und führte zu Beginn der Wanderung links vom Tellerskilift den Hang hinauf. Bald zweigte der Weg in den Wald ab und mit jedem Schritt wurde es ruhiger. Man befand sich wie in einer anderen Welt. Die Alpweiden waren im unberührt, nur die Spuren der Gämsen, Rehe, Hasen und Füchse zierten den Schnee. Vorbei an lichten Wäldern und eingeschneiten Alphütten wanderte man durch eine sanfte Hügellandschaft.


Auf der gegenüberliegenden Talseite präsentierte sich das Alpsteinmassiv mit dem Säntis und dem Wildhauser Schafberg, der an seiner markanten Schafbergwand zu erkennen war. Bald erreichte man den Ölberg und liess den Blick über die Alviergruppe schweifen. Da es kurz vor der Wanderung noch leicht rieselte, waren die Tannen und der Weg mit Schnee bedeckt – einfach traumhaft!


Etwa in der Hälfte des Rundweges erreichte man das Skihaus Gamperfin vom Skiclub Grabserberg, wo es heisse Alphüttensuppe, Cordonbleu mit Pommes Frites oder als Fitnessteller mit mehreren Salaten und Älplerrösti mit Speck und Spiegelei zu geniessen gab. Der Rückweg von der aussichtsreichen Winterwanderung führte via Lochgatter und am Ölberg vorbei ins Oberdorf, wo es mit der Sesselbahn ins Tal ging. Dort fuhr man mit dem Postauto nach Nesslau-Neu-St. Johann und der Bahn via Wattwil und Rapperswil SG wieder ins Knonauer Amt.


Dölf Gabriel, Wanderleiter

 Vom Turren zum Schönbüel

Traumhafte Aussichten, unberührte Landschaften und mächtige Berge

Die anspruchsvolle Schneeschuhtour führte im Kanton Obwalden oberhalb von Lungern vom Turren zum Schönbüel, mit wunderbaren Aussichten auf die Zentralschweizer und Berner Alpen.

Bis noch vor wenigen Jahren sausten am Turren Skifahrer über die Hänge. Panoramawelt LungernSchönbüel hiess die Destination und war die Skiheimat für viele Obwaldner. Heute sind die Lifte rückgebaut und das Gebiet ist ganz dem sanften Tourismus gewidmet. Ideal für Winterwanderer, Schneeschuhläufer und Skitourenfahrer, die sich in unberührter und stiller Natur erholen möchten.


Die Schneeschuhtour begann oberhalb von Lungern auf 1550 Meter bei der Bergstation Turren durch Wälder, über schneeverwehte Hänge und plätschernde Bergbäche führt der Weg höher und höher via Chuematt, Üsseri Alp, Tüfengrat und Wasserreservoir bis zum Schönbüel. Im Berghuis gab es eine warme Suppe mit Brot oder eine hausgemachte Spezialität. 


Der Abstieg der Schneeschuhtour zurück zur Bergstation Turren führte über die ehemalige Skipiste vom Skigebiet Lungern-Schönbüel durch das tief eingeschneite Dörfli Breitenfeld. Bei der Bergstation gab es auf der grossen Sonnenterrasse vom Restaurant Turren eine Pause, bevor die Gondel wieder nach Lungern hinunter fuhr. 

Dölf Gabriel, Wanderleiter

 Von Meilen nach Feldbach

Auf den südlichen Ausläufern des Pfannenstiels

In einer der grössten Agglomerationen der Schweiz ging es auf den südlichen Ausläufern des Pfannenstiels durch zwei Tobel und Naturschutzgebiet sowie auf dem ehemaligen Bahntrassee der Wetzikon-Meilen-Bahn von Meilen nach Feldbach. Der Blick schweifte immer wieder auf den Zürichsee und weil es Hochnebel hatte, konnte man sich das wunderbare Panorama der Glarner und
Innerschweizer Alpen nur in Gedanken vorstellen.

Die Wanderung begann beim Bahnhof Meilen und führte zuerst in Richtung Uetikon und zweigte nach einer guten Viertelstunde links in Richtung Vorderpfannenstiel ab. Im Meilemer Tobel beeindruckte die 62 Meter lange Beugenbachbrücke. Nach weiteren 20 Minuten traf der Wanderweg
im Weiler In der Au auf den mit der Nummer 84 signalisierten Zürichsee-Rundweg. Dann ging es zwischen Männedorf und Stäfa auf dem ehemaligen Bahntrassee der Wetzikon-Meilen-Bahn entlang von Heckenrosen, Waldreben und Haselstauden und über einen kleinen Viadukt. Die Strassenbahn
wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts gebaut und verband einst das Zürcher Oberland mit dem Zürichsee. Nach dem Zweiten Weltkrieg drängten sich aufwendige Sanierungen auf und der Betrieb wurde 1950 eingestellt. 


Je mehr man sich der Kantonsgrenze von St. Gallen näherte, desto ländlicher wurde die Gegend. Nun führte der Weg durch Naturschutzgebiet, entlang von Pferdekoppeln, Wiesen, Feldern, Obst- und Christbaumplantagen nach Feldbach, wo es steil durch einen kleinen Rebberg mit einem hübschen
Riegelhaus zur Bahnstation hinunter ging.


Dölf Gabriel, Wanderleiter

Trutg dil Flem – Flimser Wasserweg

Inmitten vom UNESCO Welterbe Sardona

Der Weg führte von der Alp Naraus zur Quelle des Flem im unteren Segnesboden und am Bachlauf entlang bis ins Dorfzentrum von Flims, vorbei an atemberaubenden Schluchtenlandschaften und über sieben kunstvolle Brücken.

Auf dem ausgezeichneten Flimser Wasserweg ging es über satte Alpwiesen und dann wieder durch enge Schluchtenlandschaften am Bachlauf des Flem entlang. Dabei überquerte man sieben zum Teil kühn angelegte Brücken des berühmten Bündner Brückenbauers Jürg Conzett. Von diesen aus konnte man die bizarren Felsformationen in den Schluchten des Flem besonders gut betrachten und dem Rauschen des Bergbachs lauschen.


Von der Talstation in Flims führte die Sesselbahn in zwei Sektionen via Foppa zur Alp Naraus. Nach einer Pause auf der sonnigen Aussichtsterrasse vom Bergrestaurant gab es einen Anstieg zur Quelle des Flem im unteren Segnesboden inmitten des UNESCO Welterbe Sardona. Nun führte der Weg über die Schwemmebene zum eindrücklichen Wasserfall, mit einer wunderschönen Sicht auf die Tschingelhörner mit dem Martinsloch und die Glarner Hauptverschiebung. Bald war die Segneshütte erreicht. Nun folgte der Abstieg über die Ebene Punt Muletg sper I’Aua bis zur oberen Brücke des Trutg dil Flem. Auf dieser Wegstrecke gab es die Mittagspause. Dann konnte man abwechselnd auf der rechten und linken Seite der Schlucht wandern und drei Brücken überqueren, die obere Brücke, die hölzerne Verweilbrücke und die Brücke des Pilzfelsen.


Nach dem Restaurant Startgels führte der Weg zwischen bewaldeten Hängen hindurch über die beiden hölzernen Brücken Taschlims und Punt Max. Von hier verlief der Weg meistens direkt neben dem Flem. Bevor man das Bergrestaurant Foppa erreichte, überquerte man den Bach kurz unterhalb von zwei Wasserfällen auf einer hohen Wasserfallbrücke aus Valser-Gneis-Gestein und wanderte weiter bis zum Ende der Schlucht. Dort lag die letzte Brücke, die hölzerne Muletgbrücke. Der letzte Abschnitt führte durch den Flimserwald und via Abzweigung Parkplatz Runcs zurück zur Talstation in Flims am Ende des Wasserweges.


Dölf Gabriel, Wanderleiter

Höhenwanderung auf der Königin der Berge

Im wilden Osten vom Rigi

Die fünfstündige Wanderung führte von der Bahnstation Fruttli zum Urmiberg, mit wunderbaren Aussichten über den Vierwaldstättersee, Zugersee und Lauerzersee sowie in die Innerschweizer Gipfelkränze.

Im Jahr 2021 wird die erste Bergbahn Europas auf die Rigi 150 Jahre alt. Ein schöner Anlass um den beliebtesten Berg der Innerschweiz zu besuchen und aus verschiedenen Perspektiven zu entdecken. Die Königin der Berge ist aus jeder Himmelsrichtung bestens erreichbar: Mit der ersten Bergbahn Europas, über kleine und grosse Luftseilbahnen, auf kilometerlangen Wanderwegen oder mit einem historischen Schiff. Fast wie eine Insel erhebt sich das weitläufige Bergmassiv, mit seinen Alpwiesen, Wäldern, Fluren und imposanten Felsbändern, zwischen dem Vierwaldstättersee, Zugersee und Lauerzersee. Mit beinahe 1800 Metern ist der höchste Gipfel Rigi Kulm und etwas weniger hoch sind die weiteren Gipfel Rigi Hochflue, Dosse, Rigi Scheidegg und Vitznauerstock.


Nach dem Start bei der Bahnstation Fruttli gab es zuerst einmal einen Anstieg von rund 400 Höhenmetern via Römerhütte und Obermatt auf Hinder Dosse. Dann führte der Weg an der warmen Sonne durch die Vitznauer- und Gersaueralp zum Gätterlipass, mit wunderbaren Aussichten auf das Nebelmeer und in die Innerschweizer Gipfelkränze. Hier oben gab es eine Mittagspause mit dem Picknick aus dem Rucksack und einen Kaffee oder sauren Most im Bergrestaurant.


Nun führte der Weg nochmals ein paar Kilometer auf der Nordseite der Rigi-Hauptkrete entlang und nach Osten über die Alp Egg bis zur Bergstation Timpel der Luftseilbahn Urmiberg, mit traumhaften Aussichten über den Zugersee, Lauerzersee und Vierwaldstättersee. In Brunnen ging es mit dem Bus und der Bahn wieder nach Hause.

Walenpfad – von Engelberg nach Oberrickenbach

Eine Höhenwanderung im Kanton Nidwalden

Der beliebte Wanderweg führte vom Brunnigebiet ins Bannalpgebiet, mit wunderbarem Panorama bis ins Mittelland und schöner Sicht auf markante Gipfel.

De Bannalp liegt auf 1600 bis 2800 Meter bei Oberrickenbach im Engelbergertal. Das wunderschöne voralpine Hochtal mit einem dunkelblauen Bergsee beeindruckt durch die mächtigen Berge und die einzigartige Natur. Das Erholungsgebiet Bannalp ist im Sommer und im Winter ein Geheimtip für
Gipfelstürmer und Ruhesuchende. Sei es auf einer herrlichen Ski- oder Schneeschuhtour durch die verschneite Winterlandschaft oder eine Wanderung inmitten einer prachtvollen Alpenflora in den Sommermonaten.


Von Engelberg führte die Seilbahn zur Bergstation Ristis, wo es im Restaurant auf der Sonnenterrasse eine Pause gab. Nun begann man die Wanderung mit einem steilen Aufstieg zum Härzlisee bei der Brunnihütte. Dann ging es fast flach über saftige Alpwiesen und durch Wald bis man nach einem kurzen Auf und Ab die Walenalp erreichte. Hier laden es eine Feuerstelle mit Holz und ein weiter
Ausblick bis ins Mittelland zum Verweilen ein. Nun folgte der längste Anstieg mit 260 Höhenmetern hinauf zur Walegg. Die Belohnung war eine wunderbare Aussicht auf den bezaubernden Bannalpsee, über das Engelberger Tal hinaus und auf die umliegende Bergwelt sowie den markanten Gipfeln Brisen und Buochser Horn.


Die Umgebung änderte sich jetzt deutlich: Ruppige Felsflanken, Geröllhalden und gezackte Gipfel umgaben die Wanderer. Ein schmaler Pfad führte zuerst steil abwärts durch die Walengräben bis zur Ziegenalp Oberdorf und nach einem kurzen Gegenanstieg weiter abwärts zur Alp Oberfeld. Nun ging es geradeaus weiter bis man via Unterstaffel Nidwaldens Kleinod erreichte – die Bannalp
und die Seilbahnstation Kreuzhütte, die bequem talwärts nach Oberrickenbach führte.

Hüttentour in Graubünden – von Davos nach Bever

Schöne Bergpanoramen, malerische Walsersiedlungen und stille Bergseen 

Diese Hüttentour begann von der Alp Clavadel mit einem steilen Anstieg hoch zum Jakobshorn. Dann wanderte man via Stadlersee oder das Jatzhorn und die Tällifurgga durch das Sertigtal zur bekannten Kesch-Hütte SAC und weiter ins historische Bergün. Dann ging es nach einer weiteren Übernachtung
vom Albulapass via Bergseen nach Bever im Oberengadin. Diese mittelschweren Wanderungen von fünf bis sechs Stunden führten durch malerische Walsersiedlungen und karge Bergtäler mitten durch die Bündner Bergwelt, vorbei an markanten Gipfeln und der schönsten Bergpanoramen der Schweiz.
Eine gute Grundkondition und Trittsicherheit wurden vorausgesetzt.

Von Davos ins Sertigtal


Nach einem Anreisetag zur höchst gelegenen Stadt Europas, ging es mit dem Postauto zum Zürcher RehaZentrum Davos Clavadel. Von hier erreichte man mit einem Spaziergang durch den Wald das Naturfreundehaus, wo es auf der Sonnenterrasse eine kleine Erfrischung und schöne Aussichten in
die Bergwelt gab. Am anderen Tag führte der Weg von der Alp Clavadel steil bergauf zum bekannten Jakobshorn, dem Hausberg von Davos. Von hier gab es das erste Mal einen schönen Ausblick auf die umliegenden Dreitausender. Auf 2590 Meter schaute man hinunter ins Landwassertal und hinüber zum Weissfluhgipfel im Parsenngebiet. Unterhalb vom Gipfel teilte sich die Gruppe. Die Einen wählten die beliebte Wanderung via Stadlersee und die Gipfelstürmer die anspruchsvollere Variante via Jatzhorn und die Tällifurgga ins Sertigtal. Bereits nach einer halben Stunde erreichte man das
Jatzhorn und zugleich den höchsten Punkt der Wanderung. Nun folgte der Weg leicht abwärts und dann exponiert um den Felsturm Witihüreli und weiter zur Tällifurgga. Auf diesem Abschnitt war erhöhte Vorsicht geboten. Die schönen Ausblicke ins Dischmatal und zum Davosersee waren einmalig
und nur im Stehen zu geniessen. Nun war es nicht mehr weit bis man am Fusse von Mittagshorn, Plattenfluh und Hochducan das Sertig Dörfli erreichte. Das Wahrzeichen und ein beliebtes Fotomotiv ist die im Jahre 1699 erbaute Kirche „Hinter den Eggen“, die auch gerne von Hochzeitsgesellschaften
gebucht wird. Im Hotel Walserhuus Sertig AG konnte man sich frisch machen und am Abend inmitten der Bündner Bergwelt regionale Spezialitäten geniessen. Anschliessend bestand die Möglichkeit Spiele zu machen oder die nähere Umgebung zu erkunden.

Vom Sertigtal zur Kesch-Hütte SAC 


Von einem der schönsten Bergtäler Graubündens führte der Weg über idyllische Feldwege zuerst gemütlich an einem kleinen Bach entlang, bevor man steil zum Sertigpass hinauf stieg. Dann ging es an den wunderschönen Bergseen Lai da Ravais-ch Suot und Lai da Ravais Sur vorbei, die in einem kleinen Tal am Fusse des mächtigen Piz Murtelet liegen. Je nach Lichteinfall leuchten die Seen von
türkis über grün bis hin zu schwarz. Bald erreichte man das karge Val Tschüvel. Die Nacht verbrachte man in der modernen Kesch-Hütte SAC am Fuss des Piz Kesch auf 2625 Meter. 

Von der Kesch-Hütte SAC nach Bergün 


Auf dem Weg hinunter ins Tal passierte man mehrere Alphütten. Die Tour führte entlang auf einem aussichtsreichen Weg über eine Talflanke. In Graubünden leben über fünf Tausend Steinböcke. Auf diesem Abschnitt gibt es vielleicht einige davon zu entdecken. Zurück in der Zivilisation konnte man
das historische Ortsbild von Bergün mit wunderschönen Häusern im Engadiner Stil bewundern. Das Dorf liegt am Fusse des Albula-Passes und ist das Tor zum Engadin. Im Sommer gibt es zahlreiche Wander- und Themenwege. Nach einer eindrücklichen Bahnfahrt von Bergün nach Preda, das
Herzstück der UNESCO-Linie RhB Albula/Bernina, die sich durch mehrere Kehrtunnels, Galerien und turmhohe Viadukte windet, übernachtete man im Hotel Sonnenhof. 

Vom Albulapass nach Bever im Engadin 


Am Morgen gab es zuerst einen Transfer zum Albula-Pass. Dann wanderte man vorbei an mehreren Bergseen und via Fuorcla Crap Alv durch das kaum besiedelte Val Bever, ein alpines Hoch- und Seitental des Engadins, das von der Beverin durchflossen wird. In Spinas gab es nochmals eine Pause,
bevor es in Bever auf einer der schönsten Bahnstrecke der Schweiz via Vereina-Tunne,l Klosters Platz und Landquart wieder nach Hause ging.

 

Dölf Gabriel, Wanderleiter

Auf dem Gantrisch Panoramaweg

Eine Höhenwanderung im Berner Voralpengebiet

Der beliebte Wanderweg führte im Naturpark Gantrisch von Gurnigel Berghaus nach Zollhaus, mit vielen schönen Aussichtspunkten und einem Gäggersteg

Der Gantrisch Panoramaweg befindet sich im Naherholungsgebiet der Städte Bern, Fribourg und Thun. Im Süden sind die Gipfel der Gantrischkette mit Nünenflue, Gantrisch, Bürgle und Ochse zum Greifen nahe und in der Ferne sind schneebedeckte Alpengipfel zu sehen. Richtung Norden schweift der Blick über das Schwarzburgerland und Berner Mittelland bis zum Bielersee und Jura.


Die Route war durchgehend als Gantrisch Panoramaweg beschildert. Zuerst ging es über eine Alpstrasse, mit schöner Sicht auf den Thunersee, Eiger und Mönch. Die Jungfrau, der dritte Gipfel im bekannten Dreigestirn, verbarg sich hinter der Stockhornkette. Kurz über eine Alpweide und durch Wald gelangte man ebenen Weges und aufwärts am Selibüelsattel vorbei zur 1720 Meter hohen Schüpfenflue. Der Ausblick auf das Mittelland und den Jura war atemberaubend und im Süden präsentierten sich Nünenen, Gantrisch, Bürglen und Ochsen.


Nun ging es zuerst steil, dann gemächlicher abwärts über die Süftenenegg zur Schutzhütte Süftenen. Der anschliessende Abschnitt war besonders reizvoll. Der Sturmwind Lothar zerstörte im Jahre 1999 den Wald grossflächig. Nun führte der Weg teilweise über einen erhöhten Holzsteg, dem Gäggersteg und ermöglichte ungewohnte Einblicke auf den nachwachsenden Wald. Dann ging es in aussichtsreicher Lage auf der Krete auf die Pfyffe, zum Horbüelpass und Oberi Hällstett. Hier wurde der Blick auf den Schwarzsee, Plaffeien und das westliche Mittelland frei. Eine Panoramatafel erleichterte die Orientierung. Nun folgte ein längerer Abstieg über Martene ans Ziel bei Zollhaus, das auf dem Boden des Kantons Freiburg liegt


Dölf Gabriel, Wanderleiter

Im Berner Mittelland

Aussichtsreiche Buchsi- und Wynigenberge

Die beschauliche Wanderung führte ausserhalb der Siedlungen durch die liebliche Hügelwelt der Buchsi- und Wynigenberge von Herzogenbuchsee nach Wynigen.

Die sanften Höhen, die lichten Wälder, die ertragreichen Ackerflächen und die Weite der Landschaft, inspirierten Maler wie Cuno Amiet und Dichter wie Walter Flückiger und Maria Waser in ihrer Arbeit. Die Schriftstellerin nannte ihre Heimat liebevoll „Land unter Sternen“. 


Nachdem man die Aussenquartiere hinter sich liess, führte der Weg durch den Wald zu den offenen Matten und Ackerlandschaften von Bollodingen. Nun querte man die Önz am Fuss des Humberg und wanderte auf dem Hohlweg, der teilweise mit Stufen versehenen ist, steil durch den Wald aufwärts. Auf der Berghöhe führte ein aussichtsreicher Weg in leichtem Ab und Auf zu den
Höfen von Spych, dem ehemaligen Wohnort des heimatverbundenen Dichters Walter Flückiger. Hier gab es eine Pause an der Sonne.


Etwas oberhalb des Weilers sah man zum Schulhaus von Oschwand, hinter dem sich das frühere Atelier von Cuno Amiet befindet. Dann ging es weiter durch die offene Hügellandschaft, entlang von Höfen und prächtigen Gemüse- und Blumengärten, bis man die Wanntalhöchi erreichte und damit den höchsten Punkt dieser Route. Hier öffnete sich ein herrlicher Ausblick über Oschwand
zu den Jurahöhen. Nach dem Mittagessen schlängelte sich vom Baschiloch ein Waldweg hinunter zum „Mutzgrabe“. Dieses abgeschiedene Waldtal ist mit sprudelndem Wasser über Sandsteinplatten und dem 14 Meter hohen Mutzbachfall einzigartig.

 

Nun ging es auf einem Treppenweg steil vom Bach weg und in weitem Bogen zum Weiler Rüedisbach. Im Gesicht spürte man die ersten Regentropfen. Dann führte ein Strässchen bis Hinter Leggiswil. Die Aussicht vom Riederenwald ins Wasseramt und über die bewaldeten Höhen des Emmentals ist wunderschön. Das letzte Stück führte zuweilen auf einem in den Sandstein gehauenen
Weglein rasch hinunter nach Wynigen.


Dölf Gabriel, Wanderleiter

Frühling über dem Laufental

Blühende Obstbäume und stattliche Bauernhöfe

Die Wanderung führte von Grellingen unterhalb des Blauenkamms bis nach Laufen, mit schönen Aussichten und vorbei an Nenzlingen und Blauen.

Das Laufental ist einer von fünf Bezirken im Kanton Basel-Landschaft. Es grenzt an die Kantone Jura und Solothurn und berührt im Westen die französische Staatsgrenze. Der neunzig Quadratkilometer grosse Bezirk umfasst dreizehn Gemeinden und liegt nur ein Katzensprung von Basel entfernt.


Mitten im Laufental begann die Wanderung in Grellingen. Vom Bahnhof ging es der Birs entlang bis zum Ortsrand. Nach einem kurzen Aufstieg führte der Panorama-Höhenweg unterhalb des Blauenkamms zum Dörfchen Nenzlingen und weiter durch Wald und Feld vorbei an einem kleinen Riccola-Kräutergarten. Bald erreichte man das Dorf Blauen mit seiner schönen Dorfkirche St. Martin an exponierter Lage. Hier gab es das Picknick aus dem Rucksack an der strahlenden Sonne.


Nach der Pause ging es auf angenehmen Waldwegen zum Burgchopf, ein steiler Übergang, der den Puls noch einmal kurz in die Höhe schnellen liess. Dann drehte man wieder in Richtung Süden und damit zurück ins Laufental. Nun ging es auf schattigen Wegen langsam hinab und vorbei an einem kleinen Flugplatz, der zur Ortschaft Dittingen gehört. Der letzte Abschnitt führte über Schachlete, ein kleines idyllisches Tal, bis zur historischen Altstadt Laufen. Bei der traditionellen Bäckerei-Konditorei Kern gab es einen Halt, um feine Spezialitäten oder einen Kaffee zu geniessen. Auf dem Weg zum Bahnhof überraschte ein ansehnlicher Wasserfall in der Birs, bevor es mit der Bahn wieder nach Hause ging.


Dölf Gabriel, Wanderleiter

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